30. Oktober 2010
Jetzt hat sich der Star auf eine Rolle in der Fortsetzung des Ensemble-Films 'The Expendables' eingeschossen und bietet sich Regisseur Sylvester Stallone an. Allerdings muss das Drehbuch stimmen, wie der maskuline Schauspieler, den man als Actionstar aus Filmen wie 'The Scorpion King' kennt, klarmacht.
„Es kommt alles auf das Material an. Ich kenne Sly jetzt schon seit Langem und er ist ein Kumpel von mir, also hängt alles vom Material ab“, erklärt der ehemalige Wrestler mit samoanischen Wurzeln. Trotz seinem Image als harter Kerl besteht der 38-Jährige darauf, ein Mensch zu sein, der auf dem Boden bleibt.
„Ich denke nicht nur, dass ich nett und irgendwie einfach bin, aber meiner Meinung nach ist es auch wichtig, menschlich zu sein. Es ist leicht, ein Arschloch zu sein, es ist leicht, sich wie eines zu verhalten, leicht, sich wie ein harter Kerl zu verhalten, es ist leicht, eine Diva zu sein und es ist leicht, von sich selbst eingenommen zu sein. Aber ich finde es einfach immer viel wichtiger, nett und menschlich zu sein“, erklärt er seine Einstellung.
quelle: http://www.tikonline.de/vip-news/detail.php?nr=91040&rubric=VIP-News
21. Oktober 2010
Immer mehr Männer wagen sich in die berüchtigte Frauendomäne des BRK-Betreuungsdienst vor.
Hier haben die Frauen im Roten Kreuz die Hosen an: Der Betreuungsdienst der BRK-Bereitschaften im Berchtesgadener Land ist seit Jahren fest in weiblicher Hand; die Arbeit der energischen Damentruppe rund um Fachdienstleiterin Petra Rautter und Ausbilderin Christa Glaser besteht aber aus weitaus mehr als Hausfrauenkunst an der Gulaschkanone. Die freiwilligen Rotkreuzlerinnen kümmern sich bei größeren Schadensereignissen um die oft zahlreichen Betroffenen und Unverletzten, sorgen für Verpflegung, Soziales und Unterkunft. Auch immer mehr interessierte Männer wagen sich zaghaft in die vermeintliche Frauendomäne vor.
Im Schatten der Aufmerksamkeit
„Rotkreuz-Arbeit ist weitaus mehr als Rettungsdienst oder Sanitätsdienst; wir haben ein komplexes und abgestuftes Hilfeleistungssystem, in dem auch Betroffene und Unverletzte nicht vergessen werden“, erklärt Kreisbereitschaftsleiter Andreas Rautter. Der Betreuungsdienst der BRK-Bereitschaften steht oft im Schatten der Aufmerksamkeit, wenn es bei einem Unglück Tote und Verletzte gibt. Die Helfer müssen sich im Einsatzfall aber auch um die Unterkunft und Versorgung von Unverletzten und evakuierten Menschen kümmern. Hier beginnt die Arbeit von Petra Rautter und ihrem Team: Die Einsatzkräfte sorgen mit ihrer Feldküche für die Massenverpflegung und können mit Zelten und Feldbetten eine vorübergehende Notunterkunft einrichten. Im Berchtesgadener Land betreiben die BRK-Bereitschaften an sechs Standorten Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n), die bei größeren Schadenslagen unter anderem die Aufgaben im Sanitäts- und Betreuungsdienst übernehmen.
Da bekommt mancher Mann schnell Angst
„Beim uns sind aber nicht nur Sanitäter gefragt. Wir haben Anfragen von Männern und Frauen über 50, die sich für etwas wirklich Sinnvolles und Wichtiges ehrenamtlich einsetzen wollen, denen die Arbeit an vorderster Front am schwer Verletzten oder erkrankten Patienten aber einfach zu nervenaufreibend ist. Im Betreuungsdienst blühen sie dann auf“, freut sich Rautter, die ihr Team gerne weiter ausbauen würde und laufend externe Interessierte sucht, die die Arbeit im Roten Kreuz näher kennenlernen wollen. Bei so viel amazonenhafter Frauenpower bekommt mancher Mann schnell Angst; und tatsächlich: In der von Herren dominierten Welt der Einsatzorganisationen hatten es die Damen aus Teisendorf nicht immer leicht. Sie mussten gegen Vorurteile ankämpfen, viel Überzeugungsarbeit leisten und besser sein, als ihre männlichen Kollegen. Im Stüberl des Ainringer Rotkreuz-Heims hängen ein paar Eisenhandschellen, darunter steht auf einem Schild mit einer Kette „Vorsicht, bissige Küchenchefin! Fachdienstleiterin Betreuungsdienst Christa Glaser“. Das Relikt aus alten Zeiten ist ein Geschenk des damaligen Kreisbereitschaftsleiters Ludwig Wetzelsberger, der die mythenbehafteten Betreuungsfrauen damit am liebsten symbolisch an ihren Feldhochherd fesseln wollte. Der energische Umgangston im Küchenteam und die Arbeit streng nach Hygienevorschriften bei der Essensausgabe war manchem altgedienten Sanitäter damals noch zu viel des Guten. Mittlerweile arbeitet Wetzelsberger selbst begeistert bei der „bissigen Küchenchefin“ mit und die professionelle Arbeitsweise ist längst Standard. „Massenverpflegung ist ein sensibler Bereich; ohne eine strikte Führung und die entsprechende Planung geht da nichts“, erklärt Ausbilderin Christa Glaser, die Mutter des Betreuungsdienstes im Landkreis, die den Fachdienst mit der notwendigen Disziplin und Zielstrebigkeit über Jahre hinweg aufgebaut hat.
weiterlesen und quelle: http://www.wochenblatt.de/nachrichten/bgl/regionales/Vorsicht-bissige-Kuechenchefin-;art66,21588
16. Oktober 2010
Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und die städtische Integrationsbeauftragte Sholeh Sharifi haben am Mittwoch die Buhara-Moschee in der Marburger Straße besucht, um mit den Mitgliedern des Gemeindevorstandes über den Vorfall vom Wochenende zu sprechen, als das muslimische Gotteshaus mit ausländerfeindlicher Parolen und Nazi-Symbolen beschmiert worden war. In der Nacht zum vergangenen Sonntag hatten unbekannte Täter mit blauer Farbe mehrere Hakenkreuze und den Spruch »Ausländer raus« sowie »Es geht los« auf die Fassade der Moschee gesprüht. Nach Polizeiangaben waren in der gleichen Nacht auch ein naher Verbrauchermarkt in der Marburger Straße und ein Wohnhaus in der Gartenstraße beschmiert worden.
»Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus haben in unserer Stadt keinen Platz«, stellte die Oberbürgermeisterin nach dem Besuch in einer Presseerklärung fest. Grabe-Bolz sieht »einen gezielten Angriff gegen die Menschlichkeit« und einen zeitlichen Zusammenhang zum Datum 9. November, an dem in jedem Jahr in Deutschland an die Judenpogrome von 1938 erinnert wird.
Moscheevorstand Günef zeigte sich erfreut über den Besuch des Stadtoberhauptes und betonte, dass sich die Gemeinde dadurch unterstützt fühle. »Wir sind nicht alleine. Das ist ein gutes Gefühl«, meinte Günef. Seitens der Gemeinde bedauere man den Vorfall, denn gerade die Buhara-Moschee stehe für eine intensive und langjährige Integrationsarbeit.
Integrationsbeauftragte Sharifi wertete die Aktion als »rechtsradikalen Akt« gegen sämtliche Gießener/innen mit Migrationshintergrund und hob hervor, dass dies in keiner Weise von der Stadtgesellschaft geduldet werde.
Tanriverdi: Übergriffe nahmen zuletzt zu
Bereits am Dienstag hatte sich der Gießener SPD-Stadtverordnete und Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände, Mehmet Tanriverdi, in einer Erklärung »entsetzt« über die Farbattacke auf die Moschee gezeigt. Tanriverdi sieht einen Zusammenhang zwischen dem Vorfall und Zuspitzungen in der durch Thilo Sarrazins Buchveröffentlichung ausgelösten Integrationsdebatte. »Es ist seitdem bundesweit eine Zunahme von rassistischen Übergriffen gegen Migranten und islamische Gruppierungen zu beobachten«, erklärte Tanriverdi, der zur Wachsamkeit aufrief.
Zu korrigieren ist eine Fehlinformation in dem AZ-Bericht vom Dienstag. Der Verein der Buhara-Moschee gehört nicht zur Dachorganisation DITIB, sondern eine andere muslimische Gemeinde, die aber auch in der Marburger Straße beheimatet ist.
quelle: http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Stadt/Uebersicht/Artikel,-Oberbuergermeisterin-besucht-beschmierte-Moschee-_arid,219428_regid,1_puid,1_pageid,113.html
2. Oktober 2010
Trauergemeinde üwwer de Jüdische Friedhof in Frankfurt am Main gang, weil mer die Cilly Peiser beerdicht honn.
Sechs Tag zevor hommer noch in Langen zesamme mit ihre Famillje unn Freunde ihr 85. Geburtstag gefeiert – äns von de schönschte Feschte, das ich je mitgefeiert honn.
Uffem Weg zum Grab simmer anneme Grabstein vorbeikomm, uff dem stand: „Menschen, die wir lieben, sterben nie.“ Do muscht ich an e Stein uffem Sowwerummer Friedhof denke, der mich schon seit meine Schulzeit fasziniert, uff dem is ingemeißelt: „Die Liebe höret nimmer auf“. Später honn ich dann erfahre, dass der Satz aus em erschte Korintherbrief vom Paulus stammt – was e großer Text, so klar unn änfach!
„Menschen, die wir lieben, sterben nie“ – do denkt de Kopp erscht emol: Das kann doch gar nit stimme. Die Cilly Peiser is gestorb unn mer sinn debei, se zu Grab ze trage.
Awwer es Herz wäß, dass der Satz stimmt: Fer mich unn fer alle, die mitgehn uff dere Beerdichung. Die Cilly Peiser werd nit vegess werre, solang e Mensch lebt, der se gekennt hott. Denn wer se gekennt hott, hott se geliebt! Unn warum? Weil se geleucht hott wie e Kerz im Dunkele unn weil se echt war.
Wer ihr begejent is, konnt immer ebbes mitnemme von ihrm Wese, ihrm Humor. Unn irjendwie konnt mer gar nit annerscht, als es selwer weiterzugewwe.
Zu de Cilly Peiser fällt mer e englischer Spruch in, der die Sach uff de Punkt bringt: „You got to practice, what you preach“ – „Lebe, was du lehrst“. De Cilly ihr Lehren hott aus ihrem Lebe bestann: Se hott kä Redde geschwung üwwer Großherzichkeit, Menschlichkeit unn Mut, sondern se is großherzich, menschlich unn mutich gewese.
Vor fünf Woche war se noch in Sowwerum. In de Sobernheimer Runde hott se Frage zu ihrm Lewe beantwort unn vorgelese aus dem Buch, das es üwwer se gibt: Lutz van Dijk: „Zu keinem ein Wort! Überleben im Versteck. Die Geschichte der Cilly Levitus-Peiser.“ Es koscht 6,90 Euro unn LeCoutres honn’s vorrätich.
Beim Lese werre Se merke: Mensche wie die Cilly Peiser brauche mir zum Lebe unn zum Üwwerlebe so dringend wie e Krug klar Wasser, e Laib Brot unn e Rose.
quelle: http://www.allgemeine-zeitung.de/region/bad-kreuznach-bad-sobernheim-kirn/vg-bad-sobernheim/sobernheim/9626289.htm