2. Oktober 2010
Trauergemeinde üwwer de Jüdische Friedhof in Frankfurt am Main gang, weil mer die Cilly Peiser beerdicht honn.
Sechs Tag zevor hommer noch in Langen zesamme mit ihre Famillje unn Freunde ihr 85. Geburtstag gefeiert – äns von de schönschte Feschte, das ich je mitgefeiert honn.
Uffem Weg zum Grab simmer anneme Grabstein vorbeikomm, uff dem stand: „Menschen, die wir lieben, sterben nie.“ Do muscht ich an e Stein uffem Sowwerummer Friedhof denke, der mich schon seit meine Schulzeit fasziniert, uff dem is ingemeißelt: „Die Liebe höret nimmer auf“. Später honn ich dann erfahre, dass der Satz aus em erschte Korintherbrief vom Paulus stammt – was e großer Text, so klar unn änfach!
„Menschen, die wir lieben, sterben nie“ – do denkt de Kopp erscht emol: Das kann doch gar nit stimme. Die Cilly Peiser is gestorb unn mer sinn debei, se zu Grab ze trage.
Awwer es Herz wäß, dass der Satz stimmt: Fer mich unn fer alle, die mitgehn uff dere Beerdichung. Die Cilly Peiser werd nit vegess werre, solang e Mensch lebt, der se gekennt hott. Denn wer se gekennt hott, hott se geliebt! Unn warum? Weil se geleucht hott wie e Kerz im Dunkele unn weil se echt war.
Wer ihr begejent is, konnt immer ebbes mitnemme von ihrm Wese, ihrm Humor. Unn irjendwie konnt mer gar nit annerscht, als es selwer weiterzugewwe.
Zu de Cilly Peiser fällt mer e englischer Spruch in, der die Sach uff de Punkt bringt: „You got to practice, what you preach“ – „Lebe, was du lehrst“. De Cilly ihr Lehren hott aus ihrem Lebe bestann: Se hott kä Redde geschwung üwwer Großherzichkeit, Menschlichkeit unn Mut, sondern se is großherzich, menschlich unn mutich gewese.
Vor fünf Woche war se noch in Sowwerum. In de Sobernheimer Runde hott se Frage zu ihrm Lewe beantwort unn vorgelese aus dem Buch, das es üwwer se gibt: Lutz van Dijk: „Zu keinem ein Wort! Überleben im Versteck. Die Geschichte der Cilly Levitus-Peiser.“ Es koscht 6,90 Euro unn LeCoutres honn’s vorrätich.
Beim Lese werre Se merke: Mensche wie die Cilly Peiser brauche mir zum Lebe unn zum Üwwerlebe so dringend wie e Krug klar Wasser, e Laib Brot unn e Rose.
quelle: http://www.allgemeine-zeitung.de/region/bad-kreuznach-bad-sobernheim-kirn/vg-bad-sobernheim/sobernheim/9626289.htm
23. September 2010
Neben dem erlernen der Selbstverteidigung-Technik ist auch die psychische Vorbereitung von entscheidender Bedeutung. Denn ein Unterricht in Selbstverteidigung ist auch ein Unterricht in Selbstbewusstsein.
Niemand kann Ihnen einen 100%-igen Schutz vor Gewaltverbrechen bieten, aber im Vergleich zu "gar nichts tun", sind Sie anderen Lichtjahre voraus.
(1987 – Dusan Drazic)
Es kursieren die unterschiedlichsten Meinungen und Äußerungen über "Selbstverteidigung" oder gar "realistische Selbstverteidigung" und die Art und Weise wie diese zu erlernen ist, oder gar auszusehen hat.
Seit es Menschen gibt wird immer wieder darüber diskutiert welche (waffenlose) Kampf,- oder besser gesagt Kriegskunst die beste und effektivste sei. Wieso, weshalb, warum das so ist, lasse ich einfach mal so im Raum stehen und behaupte: "Es spielt überhaupt keine Rolle welche Kampf-/Kriegskunst man für die Selbstverteidigung erlernt, solange man einen guten Lehrer hat, der einem den Sinn der Selbstverteidigung begreiflich machen kann.
Tae Kwon Do ist eine 3000 Jahre alte koreanische Kampfkunst. Bekannt sind die eindrucksvollen, schnellen und präzisen Dreh- und Sprungtechniken, die wirkungsvoll mit diversen Fausttechniken kombiniert werden können. Weitere typische Elemente sind die "Poomse" – der Kampf gegen imaginäre Gegner – und der "Bruchtests" – das Zerschlagen von Brettern oder Dachziegeln durch Konzentration auf den Punkt. Das Training vermittelt Selbstbeherrschung, Konzentration, Durchhaltevermögen, Ausdauer und Selbstvertrauen.
Einstieg und Probestunde jederzeit möglich!
elbstverteidigung laut Duden:
1. Selbst|ver|tei|di|gung, die: das Sich-selbst-Verteidigen: das Recht auf Selbstverteidigung
Selbstverteidigung ist ein Schwerpunkt der Kampfkunst WingTsun.
Da sich in diesem Kampfkunstsystem alles um Effizienz und Optimierung der Bewegung dreht, gehört diese Selbstverteidigung zu den Effektivsten der Welt.
16. September 2010
Woche der Diakonie bringt Veranstaltungen und Begegnung
Glaub an mich. Menschlichkeit braucht Ihre Unterstützung. – So lautet die Überschrift der Woche der Diakonie, in deren Mittelpunkt in diesem Jahr die Jugend steht. Auch in Rotenburg gibt es eine Reihe von Veranstaltungen. Die haben aber noch einen eigenen Untertitel verpasst bekommen: Ganz verschieden herrlich – der unzensierte Mensch.
Was sich hinter den Terminen verbirgt, verrieten jetzt Peter Handrich, Pastor bei den Rotenburger Werken, der die Aktionen maßgeblich vorbereitet, und Superintendent Hans-Peter Daub. Ebenfalls in der
Runde dabei: Jutta Wendland-Park, Vorstandsvorsitzende der Rotenburger Werke. Die Woche der Diakonie wird auf die Beine gestellt von der Evangelischen Kirche in Deutschland und dem Diakonischen Werk. In der Wümmestadt kümmern sich der Kirchenkreis und die Rotenburger Werke zusammen um die Umsetzung.
Zum Auftakt gibt’s am Sonntag, 12. September, einen Gottesdienst, der die für Rotenburg gewählte Überschrift "Ganz verschieden herrlich – der unzensierte Mensch“ (frei nach einer Textstelle in Jesaja) aufgreift. Pastorin Sabine Sievers und Pastor Peter Handrich freuen sich auf Besucher. Der Gottesdienst findet in der Kirche Zum Guten Hirten statt und beginnt um 10.30 Uhr.
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14. September 2010
Laut Statistiken nehmen die Zwangsversteigerungen von Immobilien in Deutschland von 2003 bis 2010 stark zu. Zur Zeit werden über 10.000 Häuser, Eigentumswohnungen, Grundstücke, garagen usw. von den Gerichten in allen Bundesländern versteigert. Für die Bieter sind das gute Möglichkeiten günstig ans Eigenheim zu kommen. Eine Aufstellung mit guter Suchfunktion bietet das Portal: http://www.immobilien-zwangsversteigerung-deutschland.de
13. September 2010
Engagierte Bürger stehen in Frankreich der von Abschiebung bedrohten Minderheit bei.
Valerie Bouché hält die TV-Nachrichten mit ihren täglichen Horrormeldungen nicht mehr aus: "Da schalte ich den Fernseher ab." Aber angesichts des Elends vor ihrem Einfamilienhaus im Pariser Vorort Choisy wollte die 43-jährige Hausfrau nicht wegschauen. Als vor drei Wochen Bretterverschläge und Wohnwagen Dutzender Roma-Familien von der Polizei gestürmt wurden, war sie in Reichweite: "Die Kinder haben geschrien, der ganze Besitz der Leute wurde plattgemacht."
Jetzt schleppt Bouché täglich Lebensmittelspenden in eine Sporthalle, in der die linke Rathausverwaltung die Roma untergebracht hat. Unter Basketballkörben sind Matratzen geschlichtet, die Nachbarn gebracht haben. Die Gemeinde hatte nur dünne Turnmatten bereitgestellt, um nicht den Eindruck zu erwecken, die Roma würden hier für längere Zeit einquartiert. "Ich habe Rückenschmerzen, warum muss ich auf dem Boden schlafen?", fragt die neunjährige Narcisa und beantwortet sich die Frage gleich selbst: "So ist das Leben."
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9. September 2010
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) soll mit dem Karnevalsorden "wider den tierischen Ernst" ausgezeichnet werden. Der Pressesprecher des Aachener Karnevalsverein, Torsten Peters, bestätigte einen Bericht der "Aachener Nachrichten", wonach der Verein die Nominierung des Ministers am Montagabend beschlossen hat.
Der Minister erhalte den Preis, weil er Humor und Menschlichkeit im Amt bewiesen habe, hieß es. Der Orden soll am 19. Februar 2011 in Aachen verliehen werden.
In diesem Jahr hatte der ehemalige nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) den Preis erhalten. Der Verein ehrt damit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die sich "durch Individualität, Beliebtheit, soziales Engagement und Mutterwitz auszeichnen, vor allem aber Humor und Menschlichkeit beweisen".
Mit dem Preis würde sich Karl-Theodor zu Guttenberg einer Reihe von prominenten Preisträgern anschließen. Friedrich Merz und Mario Adorf haben den Orden "wider den tierischen Ernst" schon erhalten.
Quelle:http://www.rp-online.de/gesellschaft/leute/Karnevalsorden-fuer-Guttenberg_aid_900509.html
6. September 2010
Die Fenster des Freimaurer-Tempels sind mit schweren blauen Stoffen verhangen. Kerzenlicht flackert durch den Raum. Die Decke ziert ein nächtlicher Sternenhimmel. Auf einem massiven Holztisch liegen Bibel, Koran und Thora. Daneben Zirkel, Winkelmaß und ein Schwert. Der Eingang zum Tempel wird geöffnet und herein treten feierlichen Schrittes in schwarze Anzüge gekleidete Männer. Es sind die neugewählten Amtsträger der „Luftbrücke Lodge No. 838“. In einer zeremoniellen Prozedur wurden sie am Sonntag in ihr Amt eingesetzt.
„Meister vom Stuhl“
Zehn Ämter wurden neu besetzt, darunter auch der Vorsitzende, der sogenannte „Meister vom Stuhl“. Gewählt und von seinem kommissarischen Vorgänger und dem Zeremonienmeister auf den Stuhl gehoben wurde der Australier Douglas Gardner. Weitere neubesetzte Ämter sind Aufseher, Schatzmeister und Sekretär. Daneben gibt es auch einen Wachhabenden, der mit einem Schwert bewaffnet den Eingang im Auge hat.
Zuvor wurde noch ein Gebet an den „Allmächtigen Baumeister aller Welten“ gerichtet. „Damit ist keine bestimmte Religion gemeint, sondern der Begriff steht symbolisch für den Glauben des Einzelnen“, erklärte Matthias Hartmann, der ebenfalls als Marschall in den Vorstand der Loge gewählt wurde. Die Religionszugehörigkeit spiele in der Freimaurer-Loge keine Rolle. „Das Mitglied muss aber die ethischen Ziele der Freimaurerei achten und für sich und die Gesellschaft umsetzen“, so Hartmann. Mitglied könne jeder „freie Mann von gutem Ruf“ werden, zitierte er die Satzung. „Den guten Ruf setzen wir heutzutage voraus, als freien Mann bezeichnen wir jemanden, der sich ohne Vorurteile eine Meinung bilden kann.“
Die Freimaurer-Loge „Luftbrücke Lodge No. 838“ wurde 1957 von amerikanischen Freimaurern gegründet, die als Soldaten an der Berliner Luftbrücke von 1948 bis 1949 beteiligt waren. Heute hat die Loge weltweit 187 „Brüder“, davon 30 in Wiesbaden. Längst beschränkt sich der Mitgliederkreis nicht mehr nur auf Militärpersonal. Außerdem sind neben Amerikanern und Deutschen auch zahlreiche Mitglieder aus anderen Nationen wie Frankreich, Griechenland oder der Türkei Teil der Loge. Trotzdem ist die „Amtssprache“ weiterhin Englisch. Und auch die Rituale, die sich von Land zu Land unterscheiden, sind der amerikanischen Praxis entlehnt. Trotz sich hartnäckig haltender Gerüchte hätten die Freimaurer keinen Einfluss auf Gesellschaft und Politik, erklärte Hartmann. Aber auch hier gäbe es in anderen Ländern verschiedene Haltungen. „Im romanischen Stil setzt sich die Loge aktiv für Republik und Demokratie ein“, so der Freimaurer. In Deutschland sei man da zurückhaltender. „Hier liegt es am Einsatz des Einzelnen für Brüderlichkeit, Menschlichkeit, Toleranz und soziale Gerechtigkeit.“
Quelle: http://www.wiesbadener-kurier.de/region/wiesbaden/meldungen/9356721.htm